Mit WordPress 3.2 einen Neuanfang wagen

Gershwin hat mich überzeugt. Timm's NetzBlogging wird neu überarbeitet.

Nur vier Monate nach dem letzten Release von WordPress wurde am 4.Juli 2011 das sehnlichst erwartete neue ‚Major Release‘ WordPress 3.2 veröffentlicht und das traditionell nach Musikern benannte WordPress hört nun auf den Namen ‚Gershwin‘, angelehnt an den Komponisten und Pianisten George Gershwin. Mit Sicherheit wurde es nicht durch Zufall, am amerikanischen Unabhängigkeitstag, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Was an diesem neuen Release neu ist, darüber wird auf vielen Blogs mehr weniger ausführlich berichtet, doch lohnt sich WordPress 3.2 für einen Neuanfang und ist wirklich alles so gut, wie es versprochen wurde? Über meine bisherigen Erfahrungen möchte ich nun etwas berichten.

Der letzte Schritt zu WordPress 3.2

Schon zur vorangegangenen Version wurden gravierende Änderungen am WordPress-System versprochen, konnten aber aus verschiedenen Gründen noch nicht realisiert werden. Der Quellcode selber war soweit fertiggestellt, doch beschwerten sich zu viele User und die Zeit bis zur geplanten Veröffentlichung war zu knapp um Fehler ausmerzen zu können und für eine Stabilität mit der Funktion zu garantieren.
Doch mit WordPress 3.2 wurde alles fertig überarbeitet und bietet meiner Meinung eine wirklich gute Performance und bestätigt weitestgehend die gemachten Versprechungen. Doch möchte ich hier nichts vorwegnehmen.
Was sind denn nun die wichtigsten Änderungen und Highlights von WordPress 3.2?

Highlights von WordPress 3.2

  1. Administrationsoberfläche wurde überarbeitet und wirkt nun wesentlich aufgeräumter.
  2. Es gibt ein neues voreingestelltes Standard-Theme was nun vollständig in HTML5 erstellt ist und trägt nun den Namen Twenty Eleven.
  3. Beim Schreiben neuer Artikel kannst Du Dich nun voll auf den Text konzentrieren. Ein sogenannter Full Screen Editor wurde nun eingeführt. In seiner einfachen Funktionalität stecken seine Stärken und es macht richtig Spaß, im Vollbildmodus neue Artikel zu schreiben.
  4. Es gibt nun neue Links in der Adminbar, so dass mehr Funktionalitäten direkt aus dem Frontend von WordPress angesprungen werden können ohne den Umweg über das Dashboard nutzen zu müssen. Gut so. Wenn man möchte, können durch Code-Snippets aus der Blog-Community weitere Links hinzugefügt werden. Die neue Adminbar erleichtert und beschleunigt ungemein die Arbeit mit WordPress und hat mich letztlich auch überzeugt, obwohl ich zuerst dieses Feature als nervend empfand.

Geänderte technische Voraussetzungen

  • Voraussetzung für die Nutzung von WordPress ist nun die PHP Version 5.2.4 oder höher. Vorher galt noch die PHP Version 4.3. Doch wollten die Entwickler viel an der Performance des Systems verbessern und da ist die alte Version ein Schwergewicht an Kompatibilitätskompromissen.
    Das verhält sich in etwa so, wie bei Microsoft mit dem Windows Betriebssystem, wo bis zu Letzt noch auf Kompatibilität mit älteren Versionen geachtet wurde nun aber durch vollständige 64-Bit-Versionen ersetzt werden können.
  • Die Datenbank MySQL muss nun mindestens die Version 5.0.15 oder höher aufweisen. Vorher war das die MySQL-Version 4.1.2.
    Beide genannte technische Voraussetzungen bargen für mich keine Probleme, da mein Webhoster ALL-INKL.COM immer auf den neuesten Stand ist. Eine gute Entscheidung, bei diesem Webhoster seine Webseite zu betreiben. Schnell, stabil, zuverlässig und im Service richtig klasse. (Schleichwerbung? Nein – nur meine Überzeugung…)

Browsersupport

  • Der Internet Explorer 6 wird nicht mehr unterstützt. Das heißt, dass Du Deinen Browser updaten musst, um alle Möglichkeiten des Internet nutzen zu können. Dieses Update ist sowieso schon aus Sicherheitsgründen ratsam. Außerdem werden viele Webseiten nicht richtig angezeigt, weil der alte Internet Explorer die neuen Funktionen nicht unterstützt. Schon alleine dieses Manko an vermindertem Surfvergnügen ist ein Argument zum Update.
  • Die Unterstützung für den Internet Explorer 7 läuft demnächst aus den gleichen Gründen wie eben beschrieben, auch ab. Jedoch hast Du zum Update noch Zeit.

Performanceverbesserungen: WordPress ist schneller und leichter

  1. Nicht nur gefühlt ist der Seitenaufbau schneller geworden. Das liegt unter anderem daran, dass der Ballast für die Unterstützung für ältere Browser sowie die Kompatibilität zu PHP4 und SQL4 wegfällt.
  2. Der Updateprozess und die Installationsprozedur von Erweiterungen geht wesentlich schneller und ist nicht mehr so fehlerbehaftet. Es war schon manchmal nervig, wie lange es dauerte, das WordPress-System zu updaten. Jetzt ist wird endlich das sognannte inkrementelle Update unterstützt. das heißt, dass nur geänderte Dateien vom Update betroffen sind und nicht mehr das gesamte System.
    Das finde ich auch gut so, da ich manchmal in Core-Dateien (ungerne) arbeite. So bleiben meine Einstellungen u.U. erhalten, wenn diese vom Update nicht betroffen sind.
  3. Zu den weiteren Highlights gehört auch der nun geringere Speicherverbrauch, was das System insgesamt stabiler und performanter macht. Richtig gut. :)
  4. Wie bereits beschrieben fällt die Kompatibilität zu PHP4 und der timezone support weg.
  5. Jetzt werden endlich die RSS-Widgets im Dashboard gecashed. So werden unnötige zusätzliche Datenbank- und Ajaxabfragen verhindert und das System lädt schneller die gewünschte Seite.
  6. Es sind noch einige Verbesserungen hinzugekommen, auf die ich aber hier in den Highlights nicht näher eingehen möchte.

Benutzerfreundlichkeit

Es sind einige Änderungen hinzugekommen, die das Arbeiten mit WordPress wesentlich vereinfachen. Aber auch das Design der Administrationsoberfläche von WordPress hat an Klasse dazugewonnen.
Am auffälligsten ist die neue, eigentlich schon in die Jahre gekommene Schriftart Arial. Es gibt einige Blogger, die diese sachliche Dashboardoberfläche nicht mögen. Ich finde das Design modern und elegant. Wer mit der Schrift nicht zufrieden ist, dafür gibt es einen Eintrag in die »functions.php« und alles wird wieder gut. Welcher das ist, das schreibe ich in einem extra Beitrag. :)
Auf jeden Fall sprechen die Entwickler lustiger weise beim Schriftdesign von der »Rhapsody in grey«, angelehnt an die »Rhapsody in blue« von George Gershwin, wie du auf dem Blog von WordPress nachlesen kannst. ;)

Ob sich alle Funktionen durchsetzen werden, sei dahingestellt. Ich benutze gerne den Vollbildmodus zum Schreiben, bin begeistert vom aufgeräumten Dashboard sowie von dem schnellen Arbeiten mit WordPress.

Komplette Liste

Auf der Seite von WordPress findest Du die weitestgehend komplette Liste der Änderungen.
Wie Du siehst, sind die sogenannten Highlights nur einer kleiner Teil dessen, was das neue WordPress 3.2 ausmacht.

Ich selbst habe die neue Ver­sion übri­gens per Auto-Update eingespielt und hatte dabei keine Probleme. Trotzdem mache ein Backup bevor Du die Aktualisierung einspielst. Für den Fall »Murphy« ist dann jedenfalls vorgesorgt. Stelle außerdem unbedingt sicher, ob Du auch für die neuen Mindestanforderungen gewappnet bist. Eine Methode um das herauszufinden ist z.B. das Erstellen einer info.php.

Und Du? Schon das Update eingespielt? Hattest Du evtl. Probleme? Und wie findest Du das neue Backend und den Fullscreen-Modus?
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1 Kommentar

Sabine
1 Kommentar
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  1. Die Version 3.2 ist noch immer das beste, ich habe auf eine anderen Blog den 3.5 installiert, es hat ja noch ganz viele Schwierigkeiten mit meinem Plugin-Kollektion…

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